| Vom
Schreiben als Team
Die erste Co-Autoren-Erfahrung
habe ich mich Karen Wiesner gemacht, die in den
USA lebt. Wir haben zusammen vier englische Kriminalromane
und zwei Krimianthologien verfasst. Die Zusammenarbeit
war unkompliziert und verlief ausschließlich per E-Mail.
Die Arbeitsteilung sah so aus, dass jeder immer abwechselnd
am gesamten Manuskript gearbeitet hat, in all seinen
Entstehungsphasen. Also: Plotentwurf, Ausarbeitung der
Personen, detaillierter Handlungsplan, Manuskript
in verschiedenen Entwurfsstadien bis zur Fertigstellung.
Da Karen neben Romanen auch Schreibratgeber verfasst,
konnte ich dabei viel von ihrer Arbeitsmethodik lernen.
Mein zweiter Co-Autor
war Herbert Friedmann, mit dem ich gemeinsam den zweisprachigen
Kinderkrimi "Trapped
- In der Falle" geschrieben habe. Dabei
haben wir uns per E-Mail kapitelweise abgewechselt.
Auch das hat viel Spaß gemacht und war eine lockere,
entspannte Zusammenarbeit. Persönlich haben wir uns
erst ein Jahr nach Erscheinen des Buches kennen gelernt.
Mit Thomas Endl verlief
es umgekehrt. Wir kannten uns schon eine ganze Weile,
als wir die Idee zu einem gemeinsamen Buch hatten, "My
Tomcat from Mars - Mein Kater vom Mars". Wir
haben stundenlang zusammengesessen und Ideen hin- und
herjongliert. Dabei entstand ein umfangreicher Handlungsplan,
den wir dann in Kapitel aufgeteilt haben. Jeder durfte
sich aussuchen, welche Kapitel er gerne schreiben möchte.
Vom Tonfall her haben wir uns so aneinander angepasst,
dass "Kris Benedikt" einen eigenen Stil hat.
Dass wir uns regelmäßig sehen, macht die Zusammenarbeit
natürlich viel persönlicher. Dazu kommt, dass wir uns
wunderbar ergänzen und einen ähnlich schrägen Humor
haben. Für mich ist es so, als hätte ich ein zweites
Gehirn.
Schreiben zu zweit
ist eine tolle Abwechslung zum Solo-Schreiben, und ich
möchte es nicht mehr missen.
|